Vergebung (Herder)

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9783451376641
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Im & #8222 Vater Unser& #8220 heißt es: & #8222 Wie auch wir vergeben unsern Schuldigern& #8220 . Andreas Unger betet diese Zeilen seit früher Kindheit und fand daran nie etwas auszusetzen. Vielleicht, weil er nie so richtig zugehört hat, was er da sagt? Doch was ist Vergebung und wie funktioniert sie & #8211 oder auch nicht? Der preisgekrönte Reporter begibt sich auf die Suche, durchreist die ganze Welt und trifft Menschen, die die verschiedenen Seiten von Vergebung erfahren haben. Menschen, denen unglaublich Schmerzhaftes widerfahren ist und die selbst vor der Frage standen: Wie halte ich es mit dem, der dafür verantwortlich ist? Und die ganz unterschiedliche Antworten gefunden und gegeben haben. Es sind berührende und widersprüchliche Antworten. Sie zeigen: zu vergeben ist keine Pflicht. Es ist ein Privileg. Ein Buch, das sich einem der wichtigsten Themen unseres Lebens widmet. Die Frage & #8222 Wie geht Vergebung?& #8220 schleicht sich eines Tages beiläufig in das Bewusstsein von Andreas Unger und lässt ihn nicht mehr los. Zu diesem Zeitpunkt ist ihm noch nicht klar, wie unterschiedlich und vielschichtig die Antworten auf sie sein werden. Ohne eigene biografische Bezüge begibt er sich auf die Suche. & #8222 Ich weiß noch nicht, was ich in der Welt der Vergebung und des Verzeihens genau suche. Aber ich weiß, wie ich vorgehen will: Ich will mit Menschen reden. Auf einer Reise quer durch Deutschland, weiter nach Polen, Israel, Palästina und in die USA. So habe ich mich von Frage zu Frage gehangelt, von Ratlosigkeit zu Ratlosigkeit, von Begegnung zu Begegnung. Eine Reise hin zu den Quellen von Vergebung.& #8220 Mit der Neugier des Unwissenden geht er ins Gespräch mit vielen Menschen, verfolgt keine Absichten, möchte keine Annahme bestätigen oder widerlegen. So spricht er unter anderem mit & #8226 einer Mutter, die ihre Tochter beim Amoklauf in Winnenden verlor & #8226 einem Mann, der nach einem fremdverschuldeten Unfall neu anfangen musste & #8226 einer Auschwitz-Überlebenden im Einsatz für Versöhnung & #8226 einer Frau, die als Kind weggegeben wurde und ihre Mutter nach Jahren wieder traf & #8226 einer Frau, die in den USA gegen die Todesstrafe für den Mann kämpft, der ihre Tochter ermordet hat Er hört den Menschen zu, hört ihre unterschiedlichen Geschichten, fragt nach und versucht zu verstehen. Was diese Menschen erlebt haben, berührt ihn. Er empfindet Wut, Scham, Verständnislosigkeit, Fassungslosigkeit & #8211 aber vor allem Bewunderung dafür, wie alle einen Weg gefunden haben, mit Schuld und Vergebung umzugehen. Es gibt & #8222 etwas in uns, das uns zeigt, dass sich das Geschehene anfassen lässt, betrachten und interpretieren, dass es dabei weder Vorschriften noch Verbote gibt. Vergebung funktioniert nicht auf Knopfdruck, sie funktioniert nicht auf sozialen Druck, sie funktioniert überhaupt nicht auf Druck. Vergebung ist ein Kind der Freiheit.& #8220